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N°60, 08/2026

                     Revue de Presse Défense & Diplomatie

                                    Presseschau Außen- und Verteidigungspolitik

                                                        Press Review (Defence and Diplomacy)

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Transfert de fardeau et incertitudes stratégiques : le cas des petits pays d’Europe centrale et de l’Est 

Der Artikel analysiert, wie kleine mittel- und osteuropäische Staaten wie Bulgarien, Estland und Tschechien sich an die Aussicht auf eine Verlagerung der Sicherheitslast von den USA nach Europa anpassen. Angesichts der russischen Bedrohung verfolgen diese Länder einen pragmatischen Ansatz, indem sie ihre Militärausgaben erhöhen, enge Beziehungen zu den USA aufrechterhalten und sich an europäischen Verteidigungsinitiativen beteiligen. Allerdings sind sie gegenüber jeder Vorstellung einer europäischen strategischen Autonomie, die das transatlantische Bündnis oder die NATO schwächen könnte, zurückhaltend. Estland widmet beispielsweise über 5 % seines BIP der Verteidigung, während Tschechien und Bulgarien bescheidenere Ziele zwischen 3 % und 3,5 % bis 2030-2032 anstreben.

 

L’angle mort nucléaire en Asie du Sud-Est : entre latences et pressions concurrentes 

Der Artikel untersucht die nuklearen Dynamiken in Südostasien, einer Region, die in den Debatten über die Verbreitung von Atomwaffen oft vernachlässigt wird. Er beleuchtet die Spannungen zwischen regionalen Mächten wie China, den USA und Indien und den lokalen Staaten, die sich zwischen Abschreckung, Nichtverbreitung und Souveränität bewegen müssen. Die Autorin analysiert, wie nukleare Latenzen und geopolitischer Druck die Strategien der ASEAN-Staaten beeinflussen, die einen Rüstungswettlauf vermeiden und gleichzeitig ihre Sicherheit gewährleisten möchten.

 

Agir ou subir : la propagande russe comme multiplicateur de force au service de l’effort de guerre 

Der Artikel untersucht die Rolle der russischen Propaganda als zentrales Instrument des hybriden Krieges in der Ukraine. Die Autoren zeigen, wie Moskau Desinformation, soziale Medien und geopolitische Erzählungen nutzt, um den westlichen Zusammenhalt zu untergraben, seine militärische Intervention zu rechtfertigen und die eigene öffentliche Meinung zu mobilisieren. Sie betonen, dass sich diese Propaganda nicht nur auf Russland beschränkt, sondern auch die russische Diaspora in Europa ins Visier nimmt und interne Spaltungen in westlichen Ländern ausnutzt. Der Artikel schlägt Wege vor, um diesem Einfluss entgegenzuwirken, insbesondere durch eine gestärkte transatlantische Zusammenarbeit im Bereich der Informationsresilienz.

Le paradoxe du transfert : Repenser les déséquilibres mondiaux

Die Autoren analysieren die globalen wirtschaftlichen Ungleichgewichte, insbesondere den Transfer von Reichtum und Technologie von westlichen Ländern in aufstrebende Volkswirtschaften wie China und Indien. Obwohl dieser Transfer für das globale Wachstum vorteilhaft ist, schafft er strategische Abhängigkeiten, insbesondere in kritischen Lieferketten, und schwächt die industrielle Basis der fortgeschrittenen Länder. Der Artikel schlägt vor, die Regeln des internationalen Handels neu zu überdenken, um die westlichen Interessen besser zu schützen, ohne eine vollständige Entkopplung von den asiatischen Volkswirtschaften zu riskieren.

Le Japon face à l’arme nucléaire : Entre dissuasion élargie et dilemmes normatifs 

Japan, das einzige Land, das Atomangriffe erlitten hat, steht vor einem strategischen Dilemma: Wie kann es seine Abhängigkeit von der amerikanischen Abschreckung durch den „nuklearen Schirm“ mit seinem Engagement für nukleare Abrüstung in Einklang bringen? Der Artikel untersucht die inneren japanischen Debatten über die Möglichkeit, eine eigene nukleare Fähigkeit zu entwickeln, eine Option, die bisher aufgrund normativer Beschränkungen und geopolitischer Risiken abgelehnt wurde. Der Autor betont, dass Tokio sich für eine Stärkung seiner konventionellen Haltung und eine engere Zusammenarbeit mit den USA entscheiden könnte, um die Unsicherheiten der Post-Trump-Ära auszugleichen.

Net Zero Meets True North: Testing Canada's Arctic Energy Hubs Before They Are Built 

Der Artikel behandelt die Energie- und Klimaherausforderungen Kanadas in der Arktis, wo die Regierung plant, Energie-Drehscheiben zu bauen, um lokale Ressourcen wie Öl, Gas und erneuerbare Energien zu nutzen. Die Autoren betonen die Bedeutung von Tests dieser Infrastrukturen vor ihrer Inbetriebnahme, um übermäßige Umwelt- und Wirtschaftskosten zu vermeiden. Sie analysieren auch geopolitische Risiken, insbesondere die kanadische Souveränität gegenüber Russland und den USA, sowie indigene Fragen, wie die Notwendigkeit, lokale Gemeinschaften in Energieprojekte einzubinden.

Why Canada Needs More Ships: RIMPAC 2026 

Im Vorfeld der Übung RIMPAC 2026, der größten multinationale Marineübung der Welt, setzen sich die Autoren für eine Verstärkung der kanadischen Flotte ein. Sie betonen, dass Kanada aufgrund seiner ausgedehnten Küsten und internationalen Verpflichtungen mehr Schiffe benötigt, um seine Interessen in der Arktis zu schützen, effektiv an Militärbündnissen wie der NATO teilzunehmen und auf neue Bedrohungen wie Cybersicherheit und hybride Kriegsführung zu reagieren. Der Artikel kritisiert Verzögerungen bei den Schiffsbauprogrammen und schlägt Lösungen vor, um die Modernisierung der kanadischen Marine zu beschleunigen.

Quels avantages ou risques en matière de sécurité avec l’IA ? 

Der Artikel durchleuchtet die Chancen und Bedrohungen, die mit der Nutzung von künstlicher Intelligenz im Bereich der nationalen Sicherheit verbunden sind. Die Autoren nennen Vorteile wie die Verbesserung der Cybersicherheit, die präventive Bedrohungsanalyse und die Optimierung militärischer Ressourcen. Sie weisen auch auf Risiken hin, wie automatisierte Desinformation, autonome Waffen, algorithmische Verzerrungen und technologische Abhängigkeit von privaten Akteuren. Sie fordern eine internationale Regulierung, um die militärische Nutzung von KI zu rahmen und ein Wettrüsten bei autonomen Waffen zu vermeiden.

Collimateur – 11/08/26 

Diese Ausgabe von Collimateur behandelt mehrere geopolitische Themen, darunter die Spannungen im östlichen Mittelmeer mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah sowie die Rolle des Iran. Sie analysiert auch die Auswirkungen der Wiederwahl von Donald Trump auf die NATO und die europäische Sicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den chinesischen Strategien in Afrika, insbesondere durch Investitionen in Infrastruktur und Bergbau. Schließlich befasst sich die Ausgabe mit den Energieproblemen in Europa, einschließlich der Abhängigkeit von russischem Gas und möglicher Alternativen.

Collimateur – 04/08/26 

Diese Ausgabe von Collimateur behandelt die politische Krise in Tunesien, wo Präsident Kais Saied seine autoritäre Macht stärkt. Sie geht auch auf die Folgen des Attentats auf Donald Trump für den amerikanischen Wahlkampf und die internationalen Reaktionen ein. Eine Analyse der russischen Strategien in der Ukraine wird ebenfalls geboten, mit einem Fokus auf den Einsatz von Drohnen und Langstreckenraketen. Schließlich entschlüsselt die Ausgabe die Handelsverhandlungen zwischen der EU und China, insbesondere zu Subventionen für Elektrofahrzeuge.

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